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SELBSTVERSTÄNDNIS
& GESCHICHTE |
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Selbstverständnis
Die Christlich Demokratische Union Deutschlands ist die Volkspartei
der Mitte. Wir wenden uns an Menschen aus allen Schichten und Gruppen
unseres Landes. Grundlage unserer Politik ist das christliche Verständnis
vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott. Unsere Grundwerte
Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sind daraus abgeleitet.
Die CDU ist für jeden offen, der die Würde und Freiheit
aller Menschen und die daraus abgeleiteten Grundüberzeugungen
unserer Politik bejaht.
Unsere Partei wurde 1945 von Menschen gegründet, die Deutschlands
Zukunft mit einer christlich geprägten, überkonfessionellen
Volkspartei gestalten wollten. In dieser neuen Volkspartei fanden
sich katholische und evangelische Christen, Konservative, Liberale
und Christlich-Soziale, Frauen und Männer aus verschiedenen
Regionen, aus allen sozialen Schichten und demokratischen Traditionen
unseres Vaterlandes.
Die CDU Deutschlands steht für die freiheitliche und rechtsstaatliche
Demokratie, für die Soziale und Ökologische Marktwirtschaft,
die Einbindung Deutschlands in die westliche Werte- und Verteidigungsgemeinschaft,
für die Einheit der Nation und die Einigung Europas.
Die CDU war immer die Partei zukunftsweisender moderner Konzepte.
Unsere Ideen und Vorstellungen haben das Aufbauwerk nach dem Krieg
erfolgreich vorangetrieben, unser Land in Europäischer Union
und NATO fest verankert und Deutschland zu einem blühenden
Gemeinwesen gemacht. Mit der Deutschen Einheit hat sich eine unserer
großen politischen Visionen erfüllt. Ein menschlicher,
an christlichen Werten ausgerichteter Kurs: Das sind Kompaß
und Richtmaß unserer Politik. Auf dieser Grundlage treten
wir an, unser Gemeinwesen in der sich verändernden Welt weiterzuentwickeln.
Wir werden diesen Weg mit Mut und Tatkraft gehen, um unseren Kindern
und Enkeln für ihre Zukunft im 21. Jahrhundert alle Chancen
zu geben.
Geschichte
Die CDU Deutschlands wurde im Juni 1945 in Berlin und im Rheinland
gegründet. Sie organisierte sich 1945 bis 1949 in den deutschen
Ländern und Besatzungszonen und schloß sich 1950 auf
Bundesebene zusammen.

Kanzler der CDU |
Ziel
der CDU war es, alle christlich orientierten Kräfte in
einer „Union“ zu sammeln. Das staatliche Leben
sollte auf christlicher, demokratischer und föderaler
Grundlage aufgebaut werden. |
Erster und unsere Partei prägender Vorsitzender wurde Konrad
Adenauer.
Von entscheidender Bedeutung wurde ab 1948 die durch Ludwig Erhard
geprägte Soziale Marktwirtschaft. Die CDU setzte sich von Beginn
ihrer Existenz an für die europäische Integration Deutschlands
und für die Westbindung in Europäischer Gemeinschaft und
NATO ein. Zentrales Ziel war seit der Teilung Deutschlands die Wiedervereinigung
unseres Vaterlandes. Zur politischen Lebensleistung von Kurt-Georg
Kiesinger und Rainer Barzel gehörte, die deutsche Frage offen
zu halten. Die Menschen in Ostdeutschland schafften mit einer friedlichen
Revolution die Voraussetzung für ihre Lösung. Unter der
Führung von Helmut Kohl entstand ein einiges, freies und fest
im Westen verankertes Deutschland.
In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sah sich die dortige
CDUD (Christlich-Demokratische Union Deutschlands) dem immer stärker
werdenden Druck der Sozialisten ausgesetzt. Nachdem die sowjetische
Besatzungsmacht den Führungspersönlichkeiten Andreas Hermes,
Jakob Kaiser und Ernst Lemmer die politische Arbeit unmöglich
gemacht hatte, mußte sich die CDUD im Rahmen der Nationalen
Front der SED unterordnen. Von aufrechten Männern und Frauen
gegründet, geriet die CDUD in der SBZ und der DDR in das Mahlwerk
eines totalitären Systems. Vielen Menschen, die christlich-demokratischen
Werten nahestanden, blieb der Weg zu einer Mitarbeit versperrt.
Ende 1989 fand die CDUD zu einer eigenständigen Politik zurück
und siegte am 18. März 1990 bei den ersten freien Volkskammerwahlen.
Dort war sie zusammen mit dem „Demokratischen Aufbruch“
(DA) und der „Deutschen Sozialen Union“ (DSU) im Wahlbündnis
„Allianz für Deutschland“ angetreten. West- und
Ost-CDU vereinigten sich auf dem 1. gemeinsamen Parteitag der gesamtdeutschen
CDU Deutschlands am 1./2. Oktober 1990.
Die bayerische Schwesterpartei Christlich-Soziale Union (CSU) ist
seit 1949 mit der CDU im Deutschen Bundestag in einer Fraktionsgemeinschaft
verbunden.
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